Jahresbericht 2025
Im Jahr 2025 waren sämtliche Elemente der alpinen Rettung Ostschweiz gefordert. Die Retterinnen und Retter leisteten anspruchsvolle Einsätze im exponierten und alpinen Gelände, im Wasser sowie im bewohnten Umfeld als «First Responder Plus» FR+.
Insgesamt wurden 157 Bergrettungseinsätze und 83 FR+-Einsätze verzeichnet – ein neuer Höchstwert. Am häufigsten war Hilfe bei Wanderunfällen gefragt, gefolgt von Evakuierungen. Sämtliche Rettungsstationen in Appenzell, Schwägalp, Wildhaus-Amden, Sax, Pizol und Zürich sowie die Bergrettung Liechtenstein waren in die Einsätze eingebunden.
Die Einsatzorte wurden per Helikopter, zu Fuss, kletternd oder auf Ski erreicht. Bei Bedarf ergänzten speziell ausgebildete Lawinen- und Geländesuchhunde die Einsatzteams.
Für die Bevölkerung der Ostschweiz bedeutet dies einen doppelten Sicherheitsgewinn: Einerseits können Bewohnerinnen und Bewohner Freizeit und Beruf in den Bergen verbringen, im Vertrauen auf eine jederzeit einsatzbereite Rettungsorganisation – rund um die Uhr, bei widrigem Wetter, an Sonnund Feiertagen. Andererseits stärkt die alpine Rettung den regionalen Tourismus, indem sie ein zuverlässiges Glied in der Rettungskette bildet.
Diese Leistung ist das Verdienst der Retterinnen und Retter, die unzählige Stunden freiwillig und unentgeltlich üben, um im Einsatz schnell, effizient und professionell handeln zu können. Sie alle verbindet die Freude an der Bergwelt und das Bewusstsein, mit ihrem Engagement einen wertvollen Beitrag für die Gesellschaft zu leisten. In einer Zeit des gesellschaftlichen Wandels ist dies keine Selbstverständlichkeit.
An dieser Stelle spreche ich allen Retterinnen und Rettern der alpinen Rettung Ostschweiz meinen herzlichen Dank für ihr Engagement aus. Die nachfolgenden Artikel gewähren einen umfassenden Einblick in unsere Arbeit.
Unsere Einsatzfähigkeit wäre ohne die Unterstützung unserer Partner sowie der Trägerorganisationen Rega und SAC nicht möglich. Im vergangenen Jahr konnten wir anspruchsvolle gemeinsame Übungen mit Partnerorganisationen der Blaulichtorganisationen und der Rega durchführen – darunter Szenarien zu Lawinenunfällen, Vermisstensuchen, Bergrettungen und Höhlenunfällen.
Diese Übungen sowie unsere regionalen Ausbildungskurse leisten einen wesentlichen Beitrag zur Qualität und Leistungsfähigkeit unserer Einsätze. Die operative Arbeit im Feld wird dabei durch ein engagiertes Netzwerk von Personen getragen, die die alpine Rettung in den Stationen, der Region und im administrativen Bereich täglich unterstützen. Ebenso gilt mein Dank allen Behörden und Partnern, deren wohlwollende Unterstützung wir sehr schätzen.
Roman Hüppi
Regionalvereinspräsident ARO
